Du, dein Hund und das Auflösesignal


Gehorsamer, aufmerksamer Hund im Portrait
Arbeitet mit dem Auflösesignal statt ständig das Wörtchen "Bleib" zu wiederholen

Jeder Hundebesitzer kennt das: Der Vierbeiner wird am Tisch unruhig. Dann wird schnell mal „Sitz“ gesagt, aber kurz danach macht er wieder, was er will. Ob „Sitz“ oder „Platz“ – die Grundlage einer jeden Hundeerziehung ist die Aufforderung die gewünschte Position so lange auszuführen bis wir diese beenden. Doch was tun, wenn dein Vierbeiner sich schon nach kurzer Zeit wieder selbstständig macht? Ständige Wiederholung des „Bleib“-Signals verwirrt den Hund nur, da damit nicht eindeutig festgelegt ist, wie lange er auf weitere Anweisungen warten soll.

Das ist auch für den besten Freund des Menschen keine einfache Situation. Rebecca, deine Hundetrainerin in Hamburg, empfiehlt dir deshalb ein Auflösesignal. Keine Sorge: Das hat nichts mit der Auflösung des Hundes in Luft zu tun, sondern hilft ihm durch ein kurzes Rufzeichen anzuzeigen, wann er sich wieder frei bewegen darf. Das stärkt das Vertrauen zwischen euch und verhindert Missverständnisse in der Kommunikation!

Was ist ein Auflösesignal?

Das Auflösesignal dient also dazu, ein vorheriges Signal oder eine vorherige Handlung aufzulösen und den Hund damit wieder freizugeben. Nutze dafür am besten kurze Wörter wie „Okay“, „Los“ oder „Auf“. Diese kommen schnell über die Lippen und werden von deinem Hund am besten verstanden – es sollte kein Wort sein, das du ständig im täglichen Leben benutzt. Vorsicht: Wichtig ist, dass das Wort nicht bereits mit einer anderen Bedeutung belegt ist, den sonst kommt es im Hundegehirn zu einer Blockade.

Die Vorteile des Auflösesignals

  • Klare Kommunikation: Kein unnötiges und schwieriges Herauslesen deiner Körpersprache, der Hund weiß gleich Bescheid und kann sich deinen Anweisungen entsprechend verhalten.
  • Keine Unsicherheiten: Der Hund wird nicht verwirrt und löst die Warteposition mehr von alleine auf, weil er nun ohne Unklarheiten auf das Auflösesignal warten kann.
  • Weniger Signale: Das Signal „Bleib“ wird überflüssig, da der Hund lernt, jede Position so lange einzunehmen, bis das Auflösesignal oder ein neues Signal kommuniziert wird.
  • Flexibel einsetzbar: Ganz gleich ob du deinen Hund in Sitz,- Platz-, Bei Fuß- oder Grundstellung gebracht hast, bevor der Hund den Ball holen oder durch die Haustür gehen oder bevor er den Besuch begrüßen darf. Du wirst konsequent in deinen Handlungen und die Impulskontrolle des Hundes wird geübt. Der Hund lernt, sich zu beherrschen und abzuwarten, bevor er etwas anderes darf.
  • Bessere Kommunikation aus der Distanz: Wenn dein Hund sich weiter von dir entfernt hat, sich auf das Signal „Sitz“ hin an Ort und Stelle hinsetzt (Signale auf Distanz müssen kleinschrittig geübt werden) und solange wartet bis du das Auflöse Signal rufst, dann nimmt auch die Sicherheit eures gemeinsamen Spaziergangs zu. So kann z.B. ein Radfahrer sicher an deinem Hund vorbeifahren.

Hund mit Mensch
Auflösesignal

So lernt dein Hund das Auflösesignal

Wie bei jeder Übung ist es wichtig, die neue Übung in reizarmer Umgebung und in kurzen Einheiten öfters zu üben. Die Ablenkungsstärke kann dann langsam gesteigert und das Signal in unterschiedlichen Situationen und Umgebung geübt werden.

  1. Belohne ihn in der Sitzposition gleich zu Beginn mit einer kurzen Verzögerung mit einem Leckerchen, damit er lernt, dass das Sitzen positiv ist.
  2. Löse die Sitzpositon schon nach wenigen Augenblicken mit deinem Auflösesignal auf, bevor der Hund dies von selbst tut.
  3. Damit er versteht, dass das Auflösesignal ihn von der Sitzposition befreit, kannst du ihm ein Leckerchen hinwerfen oder einfach ein paar Schritte mit ihm gehen und ihn mit einer körperlichen Einladung auffordern, dir zu folgen. So lernt der Hund, dass z.B. das freundlich ausgesprochene Wort „Okay“ als Auflösung verstanden werden soll.
  4. Sollte er sich schon vor deinem Signal aus seiner Position selbst befreit haben, ist das für den Anfang nicht schlimm. Setze ihn einfach ohne Leckerchen wieder zurück auf die Sitzposition und probiere es erneut mit kürzeren Abständen.

Kontrollierter = entspannter

Wenn dein liebster Vierbeiner das Signal ein paar Mal gehört und verstanden hat, kannst du die Zeiträume zwischen „Sitz“ und dem Auflösesignal nach und nach verlängern. Achte darauf, dass du das Sitzenbleiben und Warten auf Anweisung belohnst und nicht das frühzeitige Aufstehen, denn es wird immer die letzte Handlung des Hundes belohnt.

Aus eigener Erfahrung kann ich als zertifizierte Hundetrainerin in Hamburg berichten, dass ich meine Hundegruppe dank eines konsequenten Auflösesignals viel kontrollierter als zuvor ausführen kann.

 

Profi-Tipp: Bring deinen Hund in die „Sitz“-Position und stelle seinen Futternapf auf den Boden vor ihm hin. Erst mit deinem Auflösesignal darf er zum Napf gehen und fressen. 

Gassi gehen und Hundetraining während der Corona-Pandemie:

Als zertifizierte Hundetrainerin biete ich dir mit meinem Gassi-Service in Altona und Umgebung an, deinen Hund Gassi zu führen und zu trainieren, während du dich in Quarantäne befindest. Die Gesundheit deines Lieblings liegt mir am Herzen. Daher halte ich mich selbstverständlich an die empfohlenen Hygienemaßnahmen des FLI.



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